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Das Kooperationsprojekt Compare untersucht die Nachhaltigkeit von technischen Transferverfahren für die Konservierung/Restaurierung computerbasierter Medienkunst. Es erforscht, inwiefern veraltete Softwarekunst (Legacy-Anwendungen) auf neuen Computersystemen lauffähig bleibt. Informatische Detailstudien werden grundlegende Merkmale bei der Übertragung (Migration) von alten Computersystemen und Anwendungen auf aktuelle Systeme ausweisen. Dabei sollen auch die besonderen Anforderungen des Kunstkontextes berücksichtigt werden. Compare wird in Zusammenarbeit von der Konservierung und Restaurierung an der Hochschule der Künste Bern und dem Departement der Hochschule für Technik und Informatik in Biel realisiert.
Die technische Anfälligkeit computerbasierter Kunstformen und die Abhängigkeit diverser Datentypen von bestimmten Computerumgebungen zwingen uns, dauerhafte Erhaltungsverfahren ins Auge zu fassen, bei denen Computerbestandteile ausgetauscht und/oder auf neue Systeme übertragen (migriert) werden. Während die Kurzlebigkeit digitaler Technologien gerade im Bereich schützenswerter Kulturgüter und im Archivwesen zur Anwendung nachhaltiger (technischer) Transferverfahren drängt, stellt in der Konservierung die weitestgehende Erhaltung des originalen Bestandes und der Verzicht auf Ersatzteile/Repliken eine besondere Prämisse dar. Compare erforscht in dieser ambivalenten Situation mögliche Lösungsansätze und entwickelt Brückentechnologien. Berücksichtigt werden dabei sowohl dem Interesse an Dauerhaftigkeit als auch die Vorgabe der Bewahrung von Authentizität.
Um diesem doppelten Anspruch gerecht zu werden, wird Compare als Kooperationsprojekt realisiert. Die Expertisen unterschiedlicher Disziplinen werden zusammengetragen und gebündelt. Compare vereint verschiedene Forschungsinteressen. Aus KuR-Sicht dient Compare der wissenschaftlichen Absicherung der untersuchten, aktuellen Transferverfahren. Die Risiken und Folgen entsprechender Erhaltungsmassnahmen werden skalierbar(er). Das Forschungsinteresse der TI besteht darin, Grundlagen und Konzepte für eine langfristige Sicherstellung des Betriebes von Legacy-Anwendungen mit spezifischen Systemanforderungen zu entwickeln. Gemeinsam wird ein Wissens- und Technologietransfer angestrebt, der konstruktive Inputs zur geschilderten Ausgangssituation beiträgt.
Die technischen Grundlagen für unser Vorgehen liefert die Legacy-Forschung der Informatik. Sie beschäftigt sich mit der Übertragung veralteter Software-Anwendungen und Systemumgebungen auf neuere Systeme und macht anhand von Merkmalen die Risiken des Transfers abschätzbar. Die Konservierung erforscht die besonderen Anforderungen an derartige Erhaltungstechniken im Kunstkontext.
Die wichtigsten Vorgehensweisen werden sein:
Die Methodenvielfalt ist der Ausrichtung auf angewandte Forschung geschuldet. Generell können theoretische Forschungsbereiche von praktischen unterschieden werden. Letzte erfordern experimentelle Aufbauten sowie Testinstallationen umfassen.
Rothenberg/Bikson (1999), Carrying Authentic, Understandable and Usable Digital Records Through Time. RAND-Report, Rotterdam. 1999 Besser (2001), Digital Preservation of Moving Image Material?, in: The Moving Image, New York. Rinehart (2004), The Archiving and Preservation of Born-Digital Art, New York.
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Wülfert
Projektmitarbeitende: Tabea Lurk (M.A.) Koordination
Dipl. Inform. Jürgen Enge
Prof. Rolf Jufer (TI)
Michael Stämpfli (TI)
Forschungspartner: Berner Fachhochschule Technik und Informatik
Externe Kooperationspartner: Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (D)
AktiveArchive (Bern)
Finanzierung: Berner Fachhochschule
Forschungsinitiative
Projektdauer: 03/2009-03/2010
Kontakt: Hochschule der Künste Bern
Konservierung und Restaurierung, Tabea Lurk
Fellerstrasse 11
CH-3027 Bern
www.hkb.bfh.ch
Weitere Informationen: Tabea Lurk
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