Stefan Altenburger, „Satellite“, 2000
Fonds d’art contemporain de la Ville de Genève (Fmac)
Sicherung und Erhaltungsstrategien eines informatischen Werks
Die Arbeit „Satellite“ (2000) von Stefan Altenburger (*1968, Zürich) kann als elektronisches Kunstwerk mit informatischen Mitteln bezeichnet werden. „Satellite“ ist eine Projektion, bei der ein handelsübliches Computerprogramm – das meistverkaufte Computerspiel Microsoft Flight Simulator 2000 – mittels eines Projektors an die Wand projiziert wird. Das Programm ist auf einem ebenfalls handelsüblichen Computer mit normaler Systemkonfiguration installiert. Seitens des Künstlers werden bestimmte Einstellungen im Programm – die üblicherweise zur Auswahl stehen – festgelegt, in die Software selbst wurde nicht eingegriffen.
Die Projektionsgrösse richtet sich nach den räumlichen Gegebenheiten, sie darf allerdings ein Mass von 2 x 2.6 m nicht unterschreiten. Der Computer ist sichtbarer Bestandteil der Arbeit, er ist daher im Ausstellungsraum am Boden liegend positioniert. Maus und Tastatur sind ebenfalls sichtbar platziert, sie werden aus Sicherheitsgründen aber ausgesteckt. Die Positionierung des Computers richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten, es liegt keine „Installationsanweisung“ seitens des Künstlers vor. Bei der ersten Präsentation der Arbeit in der Galerie Kilchmann (Zürich, 2000) stand der Computer eher beiläufig im vorderen Raumdrittel (von der Projektionsfläche her gesehen) am Boden. Der Ton der Arbeit stammt – wie auch das projizierte Bild – direkt von der Software. Zur Wiedergabe werden externe Aktivboxen an die Soundkarte angeschlossen, die Lautstärke ist auf Zimmerlautstärke eingestellt.
Die Software Microsoft Flight Simulator 2000 simuliert Flüge mit unterschiedlichen Flugzeugtypen, alle aviatischen Parameter können individuell eingestellt werden. Das Flugobjekt selbst ist nicht sichtbar, die überflogene Landschaft baut sich als virtuelles, gerendertes Bild in Sekundenbruchteilen immer neu auf und gleitet so scheinbar unter den Augen der Piloten dahin.
Stefan Altenburger hat einen eher kleinen Flugzeugtyp gewählt, eine Cessna Skylane 182S. Die damit verbundene Fluggeschwindigkeit und Flughöhe bewirken ein „Landschaftsbild“, dessen Pixel-Konstruktion sich ebenso offenbart wie die grundlegenden Charakteristika der Landschaft (Berge, Äcker, Wälder und Flüsse, Strassen, urbane Strukturen etc.) erkennbar sind. Der Kurs der Cessna ist von einem Startflughafen aus auf eine endlose Umkreisung der Erdkugel eingestellt. Ursprünglich vorgesehen war als Startflughafen der jeweilige Ausstellungsort respektive Genf, auf Grund des Ankaufs durch den Fonds Municipal d'Art Contemporain de la Ville de Genève nunmehr der „Besitzstandort“ der Arbeit (1).
Bestandteile der Arbeit
Die informatischen Bestandteile der originalen Hard- und Software von „Satellite“ lassen sich wie folgt zusammenfassen: Es handelt sich um einen Desktop-Computer (Gehäuse ohne Bezeichnung, Asus P3B-F, Rev. 1.04 Mainboard, CPU Intel Pentium II Prozessor, 98 MB SDRAM, Matrox Grafikkarte Soundkarte, Netzwerkkarte etc.) mit Tastatur und Maus. Es sind u. a. das Betriebssystem Microsoft Windows 98 und das Programm Microsoft Flight Simulator 2000 installiert. Der Computer besitzt lediglich einen kleinen Lautsprecher für die Wiedergabe der Signale des Mainboards, die Audiosignale der Soundkarte müssen separat wiedergeben werden.
Die Software des Computerspiels liegt auf zwei gepressten CD-ROMs vor: Die erste CD-ROM dient ausschliesslich der Installation, während die zweite CD-ROM auch für den Betrieb des Flight Simulators 2000 im Laufwerk verbleiben muss, da der Computer regelmässig auf sie zugreift. Die zweite CD-ROM ist mit einer Etikette versehen und vom Künstler signiert.
Der Projektor ist nicht expliziter Bestandteil des Werks, es kann ein beliebiges Modell mit gängiger SVGA-Auflösung (800 x 600 Pixel, Bildformat 4:3) verwendet werden (2).
Untersuchung
Verschiedentlich beobachtete Unregelmässigkeiten während des Ausstellungsbetriebs (Bozen 2001/02), aber auch das Bewusstsein der doch relativ kurzen Halbwertszeit eines computerbasierten Werks legten es nahe, das Langzeitverhalten des Werks zu untersuchen und Möglichkeiten einer mittelfristigen Erhaltungsstrategie zu entwickeln. Ziel der Untersuchung war es unter anderem herauszufinden, ob eine funktional identische „Parallelinstallation“ möglich sei oder ob das Werk an die originale Hard- und Software gebunden ist. Weiter wurde untersucht, ob es sich bei den gemeldeten „Abstürzen“ um simulationsbedingte Abstürze des Flugzeugs handelte oder um Systemabstürze. Es wurden in diesem Zusammenhang auch die Flugdateien verglichen, in Absprache mit Stefan Altenburger gewisse Parameter geändert und deren Auswirkungen auf das Flugverhalten getestet. In Anbetracht der schnellen Veränderungen auf dem Informatik- und Elektroniksektor wurden auch verschiedene Auflösungen der Darstellung verglichen.
Neben der Dokumentation der originalen Hardware wurde mit Hilfe eines Festplattenmanagers mehrere Klone der originalen Festplatte beziehungsweise der aktiven, primären Partition C erstellt. Ein Klon wurde für die Dauer der Untersuchung anstelle der originalen Festplatte im zum Werk gehörenden Desktop-Computer eingesetzt (in der Folge P[entium]II/Klon genannt), ein zweiter Festplatten-Klon wurde in einem Computer mit möglichst gleichen Komponenten wie das Original (in der Folge PII/Kopie genannt) eingesetzt. Beide Computer sind mit dem auf der geklonten Systempartition installierten Betriebssystem Windows 98 ausgerüstet. Der dritte Festplatten-Klon wurde als Referenz abgelegt. In einem Pentium IV Computer mit anderen Komponenten (Mainboard, Grafik-Karte etc., in der Folge PIV/Neuinstallation genannt) wurde als Betriebssystem Windows XP installiert, die Software Microsoft Flight Simulator 2000 wurde neu installiert, ergänzt durch die Datei Geneva.flt.
In der Folge wurden mit diesen drei „Versionen“ verschiedene Testflüge durchgeführt, die genauestens dokumentiert wurden. Dies geschah einerseits zur Überprüfung der Übertragbarkeit der Installation auf baugleiche oder neue Hardware, andererseits zur Abklärung der „Abstürze“ des Flight Simulators 2000.
„Abstürze“
Die Auswertung der Testflüge hat gezeigt, dass das Flugzeug beim Flug „Geneva“ immer nur eine „Schleife“ zwischen Genf und dem Tienschan-Gebirge, einem Gebirgszug im Himalaya, fliegt. Nach rund 24 Stunden zerschellt das Flugzeug an der Bergflanke und startet automatisch wieder neu in Genf. Aber auch Systemabstürze konnten bei einigen Testflügen beobachtet werden. Als Ursache hierfür können einerseits die bekannte, im Vergleich zu heutigen Betriebssystemen geringere Systemstabilität, andererseits eine nicht optimal konfigurierte Hardware (z. B. RAM Ausrüstung) angeführt werden. Eine weitere Möglichkeit für „Absturzmeldungen“ seitens der Ausstellungsinstitutionen kann auch in einer „Fehlinterpretation“ der Darstellung während des Nachtflugs liegen, da während der Nacht kaum Bewegungen ausgemacht werden können.
Bei den Testflügen wurden nicht nur die verschiedenen „Versionen“, d. h. Hardware- und Systemkonfigurationen, miteinander verglichen, sondern auch die verschiedenen, gespeicherten Flüge. Bei allen bisher geflogenen Flügen (von Zürich, Genf und Hannover) war die Flughöhe auf 3700 m eingestellt. Bei diesen Flügen wurde – neben system- oder konfigurationsbedingten Abstürzen – regelmässig ein Aufprall des Flugzeugs auf einem hohen Gebirgszug beobachtet. Es wurden daher im Testbetrieb die Flugparameter geändert und durch die Erhöhung der Flughöhe (3) konnte diese Absturzursache behoben werden. Bei der für die Cessna Skylane182S maximalen Flughöhe von 5800 m umflog das Flugzeug bei seinem Flug ab Genf (Flug Geneva.flt) zwar problemlos die Gipfel im Himalaya, doch veränderte sich die Darstellung der Landschaft stark: Während sich bei einer Flughöhe von 4600 m der Horizont ungefähr in der „Bildmitte“ befindet, verschiebt er sich bei steigender Höhe nach unten, d. h. die Erde deckt nur noch rund ein Siebentel des projizierten Bildes ab. Erfolgversprechender erwies sich hingegen die Höhenadaption bei dem Flug Show Kilchmann.flt. Mit einer Höhe von 4600 m fliegt die Cessna von Zürich aus startend problemlos entlang des identischen Längengrades nach Osten und umkreist so im Endlosflug die Erde. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde in Absprache mit dem Künstler dieser Flug als Flug Show Kilchmann V2.flt gespeichert und als zukünftiger Standardflug definiert.
Bildvergleich
Der Vergleich der Bilddarstellung der verschiedenen Versionen wurde auf drei Monitoren mit Bildröhre durchgeführt, zuerst mit einer Auflösungen von 1024 x 768 Pixel und in einem zweiten Schritt mit einer Auflösung von 800 x 600 Pixel. Geflogen wurde der Flug „Geneva“ mit einer Flughöhe von 3700 m. Die Versionen PII/Kopie und PII/Klon zeigen keine relevanten Unterschiede in der Darstellung der Landschaft, der Geschwindigkeit des Bildaufbaus, der Schärfe der Darstellung und dem Eindruck der Flugbewegung. Im Vergleich zu Version PIV/Neuinstallation sind jedoch Unterschiede auszumachen.
- Bildauflösung 1024 x 768 Pixel
Auf Grund der schwächeren Rechner-Leistung von PII/Klon und PII/Kopie erfolgt der Bildaufbau langsamer als bei PIV/Neuinstallation, die Kanten der Bildelement bleiben länger deutlich sichtbar und das Bild wirkt insgesamt stabiler. Obwohl sich bei PIV/Neuinstallation als Eindruck mehr Fluggefühl einstellt und sich auch bestimmte Bildelemente wie Flüsse und urbane Strukturen besser abzeichnen, bleibt der Gesamteindruck der überflogenen Landschaft flach und etwas verschwommen. Diesbezüglich bieten die – mit schwächerem Prozessor und älterem System operierenden – Versionen PII/Klon respektive PII/Kopie ein homogeneres Bild: Der geringere Grad an Detailinformationen der Bildelemente macht sie als identifizierbare „Grossform“ gut lesbar, insgesamt erweckt die Darstellung den Eindruck eines Landschaftsbildes mit dreidimensionaler Illusion.
- Bildauflösung 800 x 600 Pixel
Die tiefere Bildauflösung bewirkt eine Nivellierung der Unterschiede zwischen PII/Klon respektive PII/Kopie und PIV/Neuinstallation. In beiden „Versionsgruppen“ stechen die linearen Strukturen (Flüsse, Strassen etc.) besser hervor, sie heben sich klar vom Hintergrund respektive der Umgebung ab. Hingegen sind vereinzelte Bildelemente wie flächige Gewässer oder urbane Strukturen schwerer wahrnehmbar, der Mittelgrund wirkt etwas „verbreit“. Grundsätzlich erweckt die Darstellung einen ruhigen Eindruck, die ruckartigen respektive rhythmisch pulsierenden Bewegungen, die bei der höheren Bildauflösung auftreten, sind hier nicht zu beobachten.
Erhaltungsstrategien
Die Untersuchung und die Testflüge machen es möglich, für die mittel- und langfristige Erhaltung der Arbeit „Satellite“ von Stefan Altenburger einige grundlegende Gedanken zu formulieren. „Satellite“ ist nicht zwingend an die aktuell vorhandene Hardware gebunden, wie der Bildvergleich von einer dem Original gleichen und einer aktuellen Hardware bei einer Auflösung von 800 x 600 Pixel gezeigt hat (4). Trotzdem besitzt diese einen „zeithistorischen“ Wert, und zwar sowohl im Hinblick auf die vom Künstler eingesetzten Medien und deren spezifische Verwendung in dieser Arbeit als auch hinsichtlich der Aussage der Arbeit an sich. Ein Desktop-Computer aus dem Jahr 2000 besitzt eine zeittypische Ästhetik, die sich aus dem Design des Gehäuses, aber auch der (ebenfalls im Ausstellungsraum platzierten) Peripherie-Geräte ableitet. Ebenso wie die Hardware entstammt auch der Software einer bestimmten „Epoche“, und zwar nicht nur im Bezug auf eine informatische, technik- oder mediengeschichtliche Dimension, sondern auch im Hinblick auf die – damit verbundene – visuelle Gestaltung des Computerspiels. Mit Microsoft Flight Simulator 2000 wurden eine Version mit zahlreichen Neuerungen im Bereich der Darstellung der Flugszenerie entwickelt, die in den Grundzügen bis heute aktuell ist, aber auch im Erscheinungsbild regelmässig ausgebaut wird. Der Eindruck einer zeittypischen Spielästhetik wird daher von der Arbeit als Ganzes vermittelt, sowohl von dem im Ausstellungsraum platzierten Computer als auch von der als projiziertes Bild wiedergegebenen Software. Mit dieser Auffassung der Arbeit ist ein Versionswechsel der Software ausgeschlossen, eine Aktualisierung der Hardware kann auf Grund der Beobachtungen der Bilddarstellung in Prinzip bejaht werden, zumal sie auch nicht vordringliches Anliegen des Künstlers ist.
Für eine mittelfristige Erhaltungsstrategie können die folgenden Überlegungen berücksichtig werden: Zum Einen die sorgfältige Sicherung der Software und des Betriebssystems sowie die sichere Lagerung eines Klons der Festplatte respektive der aktiven, primären Partition C (5). Zum Anderen die Verwendung der im Rahmen dieser Untersuchung adaptierten Flugdatei Show Kilchmann V2.flt sowie die Wahl eines Projektors mit einer SVGA-Auflösung (800 x 600 Pixel, Format 4:3). Heute kann (noch) ohne viel Aufwand identische Hardware – und zwar insbesondere Mainboard, Hauptprozessor, Grafik- und Soundkarte – erworben werden. Die anderen Bestandteile des Computers, Netzteil, Laufwerk, Tastatur und Desktop-Gehäuse, sind im Bezug auf ihre Erhaltung respektive Wiederbeschaffung weniger kritisch, hier müssen nicht unbedingt identische Ersatzteile verwendet werden. Mit der Verwendung des Fluges „Show Kilchmann V2“ muss allerdings zu Gunsten eines absturzfreien Flugbetriebs von der ursprünglichen Idee des Künstlers, den Start am jeweiligen Ausstellungsort respektive in Genf vorzunehmen, Abstand genommen werden. Für Stefan Altenburger stellt dieser Bezug eher eine „wünschbare Abrundung“ der Arbeit, denn eine grundlegende Komponente dar. Er gibt daher dieser Veränderung den Vorzug vor einer wechselnden, je nach Ausstellungsort eine unbefriedigende „Landschaftsdarstellung“ oder Abstürze hervorrufenden Flugroute.
Einen „Nebenschauplatz“ stellen sowohl die Wiedergabe der Audiosignale als auch der Projektor dar. Die heutige originale Hardware ist lediglich mit einem kleinen Lautsprecher zur Wiedergabe der Geräusche des Mainboards ausgestattet. Die Audiosignale müssen daher separat – über externe (Aktiv-)Lautsprecher – wiedergegeben werden, wobei der Künstler eine beiläufige, unprätenziöse Platzierung bevorzugt. Hinsichtlich des Projektors kann im Moment jedes beliebige Gerät mit der gängigen SVGA-Auflösung verwendet werden.
Im Bezug auf langfristige Erhaltungsmassnahmen stellt „Satellite“ als Ganzes eine Herausforderung dar. Eine Erneuerung der Hardware ist prinzipiell möglich, es muss diesbezüglich jedoch festgehalten werden, dass damit – d. h. mit dem Einsatz eines schnelleren Prozessors – die Wahl eines Projektors mit SVGA-Auflösung umso zentraler ist. Wieweit sich die Veränderungen der Fernsehnormen und damit aller Bild gebenden Geräte auf die langfristige Erhaltung der Arbeit auswirken, kann im Moment nicht eindeutig beantwortet werden. Ebenso können über die Auswirkungen der Emulation des Betriebssystems Windows 98 mit anschliessender Installation des Microsoft Flight Simulator 2000 auf einem neuen, nicht mehr unmittelbar kompatiblen Computer hinsichtlich der Qualität der Bilddarstellung noch keine Angaben gemacht werden.
Fazit
Grundsätzlich lässt sich auf Grund der vorgenommenen Untersuchung an der Arbeit „Satellite“ von Stefan Altenburger festhalten, dass bei einem elektronischen Werk mit informatischen Komponenten sicherlich die spezifischen Konfigurationen von Hardware, Betriebssystem und Software den zentralen „Problembereich“ der Erhaltungsfragen ausmachen. Zugleich zeigt sich aber auch, dass sich bei Arbeiten mit einer räumlich artikulierten und „übergreifenden“ Medialität das Volumen der kritischen Bereiche potenziert: Nicht nur die Funktionalität des Computers, die technischen Parameter von System und Software sind zu berücksichtigen, sondern auch die ästhetischen Dimensionen dieser Komponenten und vor allem der Aspekt der „Sichtbarwerdung“ des informatischen Prozesses. Durch die unmittelbare Übertragung des Computerspiels via Projektor auf die Wand besteht im Hinblick auf die Erhaltung der hier untersuchten Arbeit keinerlei Möglichkeit des „konservierenden“ Eingriffs in das visuelle (Ausgangs-)Material. Die informatischen und technischen Möglichkeiten der Konservierung ziehen nicht automatisch die Erhaltung des originalen visuellen Eindrucks nach sich. Sie bieten Lösungsansätze einer „In-Betrieb-Haltung“ wesentlicher Teile des Werks, die im vorliegenden Fall auch eine ursächliche inhaltliche Dimension besitzen. Ein zu verengter Fokus auf diese Aspekte hiesse jedoch die Arbeit als wahrnehmbares, nicht nur konzeptionell erarbeitetes Werk mit einer ausdrücklichen visuellen Komponente zu vernachlässigen. Im Bereich der mittelfristigen Erhaltung haben sich im Verlauf der Untersuchung Modelle abgezeichnet, deren Umsetzung die Eigentümer der Arbeit sowie auch den Künstler vor keine unüberwindbaren Probleme respektive immensen Aufwendungen stellt. Die Überprüfung der momentan skizzierten langfristigen Massnahmen steht im Moment noch aus; sie kann in einigen Jahren basierend auf den vorliegenden Erkenntnissen und unter Berücksichtigung der Veränderungen auf dem Informatik-Sektor, aber auch vor dem Hintergrund eines in diesem Bereich gewachsenen restauratorischen Wissens vorgenommen werden.
© Irene Müller, Marc Egger, AktiveArchive 2006
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