Home
logoAktiveArchive

„Umfrage zu den Beständen an Videoarbeiten, Videoinstallationen und NIKT-Kunst in der Schweiz“


AktiveArchive hat sich während seiner Pilotphase in den Jahren 2002 und 2003 die Aufgabe gestellt, einen Überblick über den gegenwärtigen und zukünftigen Bestand an audiovisueller Kunst in öffentlichen und privaten Museen sowie anderen Ausstellungs- und Sammlungsinstitutionen zu gewinnen. Gleichzeitig diente die Umfrage dazu, die betroffenen Institutionen über das Projekt AktiveArchive zu informieren. Die Datenerhebung und die Auswertung dienen aber auch der weiteren Planung des Projekts hinsichtlich künftiger Partnerschaften und gemeinsamer Bestrebungen.
absatz 
AktiveArchive versandte im September 2002 den Fragenbogen zu den Beständen an elektronischen, raum- und zeitbedingten Kunstwerken an rund 200 Institutionen. Es konnte ein Rücklauf von mehr als zwei Drittel der verschickten Fragebögen erzielt werden.
absatz 
Der Fragebogen zielte auf Überblicksdaten ab. Den Anfang bildeten generelle Fragen nach dem jetzigen und einem möglichen künftigen Sammlungsprofil. Im Bereich der Sammlungsbestände wurden den Befragten Raster angeboten, die nach Videobändern und Installationen getrennt eine unterschiedliche Grössenstaffelung aufwiesen. Die weiteren Fragen behandelten die Inventarisation der Sammlung, die konservatorische und restauratorische Betreuung sowie das Wissen um etwaige Schadensfälle. Der Fragebogen wurde als Papierversion in einer deutschen und einer französischen Fassung versandt. Von einer datenbankgestützten Online-Umfrage wurde abgesehen.
absatz 
Die Auswertung berücksichtigte alle sinnvollen statistischen Kategorien. In Tabellen und Grafiken sind Informationen über die Sammlungsbestände zusammengefasst, verglichen und gruppiert. Den Abschluss der Auswertung bilden zwei Modelle, die Strategien und praktikable Lösungen aufzeigen, wie das audiovisuelle künstlerische Erbe der Schweiz tradiert werden kann. Ein Ansatzpunkt dafür war die Sammlungsgrösse (Modell 1: die zwölf grössten Sammlungen). Bei näherer Betrachtung kristallisierte sich auch die Qualität, die kulturelle Vielfalt und Pflege der Sammlung sowie ihr historisches Gewachsensein als Kriterium für eine Gruppenbildung heraus (Modell 2: die fünf essenziellen Sammlungen).
absatz 
Als Fazit der Auswertung zeigte sich, dass die Institutionen im Bereich der elektronischen Kunst personell, konservatorisch, restauratorisch und wissenschaftlich am Limit arbeiten. Neben den hinsichtlich ihres Umfanges bedeutenden Sammlungen zeigt sich die Szene vielfältig und lebendig: Zahlreiche mittelgrosse Institutionen bekundeten ausdrückliches Interesse an den Inhalten von AktiveArchive und bestätigten mit ihren Antworten und Kommentaren zur Umfrage die Notwendigkeit des Projekts. Die Institutionen brachten in den direkten Antworten auf die Fragen wie auch in der Begleitkorrespondenz zum Ausdruck, dass in kunstwissenschaftlicher wie konservatorisch-restauratorischer Hinsicht eine Sensibilisierung in Gang gekommen ist. Die Sammlungen benötigen fachspezifische Beratung und Unterstützung zur richtigen Konservierung, Inventarisierung und zum Transfer auf neue Informationsträger.
absatz 
Für die Langzeitperspektive der Erhaltung der Bändersammlungen ist ein landesweit koordiniertes Vorgehen zu entwickeln. Die Inventare der grössten Sammlungen müssen zusammengeführt werden, um zu prüfen, ob und in welchem Umfang gewisse Werke mehrfach vorkommen. Dieses Vorgehen gewährt die Möglichkeit, die Kosten der einzelnen Institutionen für die Langzeiterhaltung – und damit generell – niedrig zu halten.
unterteilung 

Angehängte Dateien


Auswertung der Umfrage (Grösse: 306.33 KB)
absatz 
© AktiveArchive 2003
Dokument als pdf speichern / drucken (Grösse: 28.31 KB)
nach oben