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Vorgeschichte des Projektes



28. Februar 1996 Der Bundesrat setzt eine verwaltungsunabhängige „Groupe de Réflexion” zum Thema Informationsgesellschaft ein.
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Juni 1997 „Bericht der Groupe de Réflexion für eine Informationsgesellschaft in der Schweiz zuhanden des Schweizerischen Bundesrates”; erstellt von einer Gruppe namhafter Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur unter dem Vorsitz von Beat Kappeler.
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18. Februar 1998 Der Bundesrat verabschiedet eine Strategie für eine Informationsgesellschaft in der Schweiz, die auf dem so genannten Kappeler-Bericht gründet. Er bezeichnet die neuen Formen der Informationskultur als „prioritäres operatives Element”.

Die Neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (NIKT) ermöglichten neue künstlerische Ausdrucksformen. Die Aus- und Weiterbildung in Nutzung und Anwendung derselben sowie deren Produktion und Verbreitung seien zu fördern. Die multimedialen und interaktiven Möglichkeiten seien für die Kulturvermittlung zu nutzen. Die Bestände der Bibliotheken, Archive, Museen und Sammlungen seien so zu erschliessen, dass sie allen über das Netz zugänglich seien. Dabei sei der Schutz des Eigentums und des Urheberrechts zu gewährleisten. Die Organisationen der Kulturschaffenden spielten in diesen Bereichen eine wichtige Rolle und bedürften der öffentlichen Förderung.

Das Eidgenössische Departement des Inneren EDI wird beauftragt, zur Umsetzung dieser Massnahme ein Konzept und einen Aktionsplan vorzulegen, welche insbesondere Aufschluss über die Ziele, die zu ergreifenden Einzelmassnahmen, die Kosten, die Partnerschaften, die Vorgehensweise und den Zeitplan geben sollen.

Zur Umsetzung des bundesrätlichen Auftrags initiiert die Sektion Film des Bundesamtes für Kultur BAK das Projekt SITEMAPPING.CH und nimmt die Vorarbeiten zur Erstellung eines Aktionsplanes in Angriff.
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15. Juni 2000 Mandat an Johannes Gfeller, die Arbeitsgruppe Aufbewahren für das Fachkolloquium vom September zusammenzustellen und zu leiten.
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13. – 15.
September 2000
1. SITEMAPPING-Fachkolloquium in Basel

Ziel des Kolloquiums ist es, die Bedürfnisse der im Bereich elektronische Medien tätigen Einzelpersonen, Institutionen, Organisationen, Fördernden, Produzierenden (KünstlerInnen, ArchitektInnen, KuratorInnen, RestauratorInnen, KunsthistorikerInnen, DozentInnen, GaleristInnen, ForscherInnen) und anderer Experten zusammenzutragen.

Bereits im Vorfeld wurden folgende vier Bereiche mit Handlungsbedarf ausgemacht: Aus- und Weiterbildung, Produktion, Vermittlung sowie Aufbewahrung. Für jedes dieser Themen war im Vorfeld eine Person beauftragt worden, eine Arbeitsgruppe zusammenzustellen und während der Tagung die Diskussion zu leiten. Einführungsreferate und Präsentation der reichen Bestandesaufnahme bildeten die Klammer um die zweieinhalb Tage dauernden Tagung
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4. – 6. April 2001 2. SITEMAPPING-Fachkolloquium in Bern
Aus den Bedürfniskatalogen (Aus- und Weiterbildung, Produktion, Vermittlung, Aufbewahren), die in Sitemapping 1 zusammengestellt worden waren, erarbeiteten Mitglieder des Steuerungsausschusses vier Vorprojekte, welche den Teilnehmenden in einzelnen Arbeitsgruppen zur Diskussion vorgelegt werden, und zwar so, dass jede Arbeitsgruppe jedes der vier Vorprojekte mit dessen Themenverantwortlichen diskutiert und evaluiert:
  • Für den Bereich Fördern steht das Vorprojekt „Büro Commissioner”: ein Büro, das sich um sämtliche Bereiche des Förderns, von der Projektentwicklung über die Produktion und Vermittlung bis zur Auswertung kümmern sollte. Seine Aufgabe wäre es, aus eigener Initiative Projekte zu initiieren wie auch auf Fördergesuche zu reagieren.
  • Für den Bereich Vernetzung steht das Vorprojekt „Centre Virtuel”: ein Kompetenzzentrum aus den Bereichen Vermittlung, Produktion und Forschung. Produktionsstätten hätten damit leichteren Zugang zu leistungsfähigen Servern und Breitbandnetzen, Ausbildungsstätten Zugang zu Informationen über Forschung und Entwicklung im Bereich der neuen Medien erhalten.
  • Als Vermittlungsgefäss sieht ein Vorprojekt das NIKT-Inferface vor. Diese als Website konzipierte Plattform bietet eine Suchmaschine für interessante Websites, eine kuratierte KünstlerInnen-Datenbank sowie eine Anlaufstelle für technische, inhaltliche, juristische und konservatorische Fragen.
  • Im Bereich Aufbewahren/Konservieren/Restaurieren kann sich das Vorprojekt auf fortgeschrittene Resultate aus der Arbeitsgruppe des ersten Kolloquiums stützen. Ein breit angelegter Massnahmenkatalog wird als Pilotprojekt zu Fragen des Dokumentierens und Konservierens unter dem aktuellen Label „AktiveArchive” vorgestellt.
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Mai 2001 –
November 2002
Die Ergebnisse des 2. Sitemapping-Kolloquiums werden von den Verantwortlichen der Vorprojekte Büro Commissioner, Centre Virtuel und AktiveArchive für eine abschliessende Publikation überarbeitet. Das Projekt NIKT-Interface war in den Arbeitsgruppen teilweise auf starken Widerstand gestossen, so dass es als einzelnes Projekt nicht weiter verfolgt wurde. Ideen und Anregungen sollen in den Update der Website von Sitemapping.ch einfliessen.
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Mai 2001 –
Dezember 2001
AktiveArchive konstituiert sich auf der Basis der Zusammenarbeit der Hochschule für Gestaltung, Kunst und Konservierung Bern HGKK (Johannes Gfeller) und des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft SIK (Irene Müller).

Ein Projektantrag für eine fünfzehnmonatige Pilotphase wird ausgearbeitet. Die Schwerpunkte bilden der Aufbau eines Pools an historischen Referenzgeräten, die Evaluation einer Datenbanklösung, eine landesweite Umfrage nach den Beständen an Videobändern sowie Videoinstallationen und -objekten in öffentlich zugänglichen Sammlungen. Ausserdem stehen die Visionierung der Bändersammlung des Kunstmuseums St. Gallen, ein Kompendium der Bildfehler und -störungen bei Videobändern, die Erarbeitung einer modellhaften Dokumentation eines Videoobjekts (Pipilotti Rist, „T.V.-Lüster”, 1993, Kunstmuseum St. Gallen Inv. Nr. L 1994.2, Depositum der Schweizer Eidgenossenschaft) sowie die konservatorische Auseinandersetzung mit einem genuin informatischen Werk (Stefan Altenburger, „Satellite", 2000, Fonds d'art contemporain de la Ville de Genève, Fmac) und die Entwicklung und Durchführung der Offline-Sicherung von Netzkunst („Shrink to fit”, www.xcult.org) auf dem Programm.
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März 2002 Der Antrag für die Durchführung eines reduzierten, zehnmonatigen Pilotprojekts von AktiveArchive wird bewilligt.
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3. / 4. Mai 2002 Der Schokoladenlöwe in der Datenbank”, Expertentagung mit anschliessendem Symposium, Kunstmuseum Bern. AktiveArchive nimmt mit zwei Beiträgen teil: ein erster befasst sich mit den Anforderungen, die bei der Inventarisation von elektronischer Kunst an Datenbanklösungen zu stellen sind, der andere Beitrag mit den Zielen und Aufgaben von AktiveArchive.
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18. Juni 2002 Präsentation von AktiveArchive im Rahmen des Symposiums „Visions of a Future. Art and Art History in Changing Contexts”, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Zürich.
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20. November 2002 Das Bundesamt für Kultur BAK legt mit „SITEMAPPING.CH Erste Schritte für eine schweizerische Förderpolitik im Bereich der digitalen Kultur” einen „Aktionsplan” in Zusammenarbeit mit dem Centre pour l’Image Contemporaine Genève, dem Museum für Kommunikation Bern, der Pro Helvetia und dem Ressort Kultur Basel-Stadt vor.

Gleichzeitig wird angekündigt, dass „die Umsetzung des Aktionsplanes nur in Etappen möglich” ist. Weiter sehen „die Projektverantwortlichen und der Steuerausschuss von Sitemapping.ch ... im vorliegenden Bericht eine erste Aktion zur Erfüllung der bundesrätlichen Strategie. Angesichts der schlechten Finanzlage – die Kostenbremse und die sinkenden Steuereinnahmen – werden die einzelnen Projekte nicht unter der Gesamtkoordination von Sitemapping.ch umgesetzt werden können. Sitemapping.ch findet mit der zugehörigen Publikation seinen Abschluss.”

Die Projektverantwortung innerhalb des Bundesamtes für Kultur BAK wechselt von der Sektion Film zur Sektion Kunst und Design. Das Modell der Projektförderung, so wird angekündigt, soll 2003 angegangen werden.
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16. Dezember 2002 Bei einem Treffen mit der Leitung des Bundesamtes für Kultur BAK wird von einigen der an den Sitemapping-Kolloquien Beteiligten ein offener Brief übergeben, der von zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der schweizerischen Kulturszene unterzeichnet wurde.

Der Brief wird am 17. Dezember 2003 auszugsweise im Tages-Anzeiger (mit Kommentar von Barbara Basting) und im Kunst-Bulletin, Nr. 1/2, 2003, abgedruckt.
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Mai 2003 Der Antrag für den Abschluss der Pilotphase von AktiveArchive wird bewilligt.
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19. – 22. Juni 2003 Beitrag für „404 Object Not Found. Was bleibt von der Medienkunst ?", Internationaler Kongress zu Fragen der Produktion, Präsentation und Konservierung von Medienkunst in Dortmund.
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Januar 2004 AktiveArchive präsentiert den zuständigen Stellen im Bundesamt für Kultur BAK den Schlussbericht der Pilotphase.

Die Verhandlungen über die Fortführung von AktiveArchive werden aufgenommen. Dafür werden die Überlegungen, die bereits im Schlussbericht formuliert wurden, konkretisiert.
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11. Mai 2004 AktiveArchive präsentiert die Ergebnisse der Pilotphase und Perspektiven für die Fortführung des Projekts an einem Vortrag am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft in Zürich.
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18. Juni 2004 Sitemapping-Informationstagung, Museum für Kommunikation Bern: Die Ergebnisse der Pilotphase und die Perspektiven für die Fortführung von AktiveArchive werden präsentiert.
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August 2004 Die Hochschule der Künste Bern HKB und das Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft SIK in Zürich treffen eine Leistungsvereinbarung mit dem Bundesamt für Kultur BAK über die Fortführung von AktiveArchive.
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September 2004 AktiveArchive nimmt im September 2004 seinen Betrieb auf: Leitung und Projektkoordination mit Johannes Gfeller und – ab Oktober – Irene Schubiger sind der HKB angegliedert, die kunstwissenschaftliche Betreuung liegt bei Irene Müller am SIK in Zürich.
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